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X-Pyr 2014 Tag 4

Tag4 TorrelisaAndorra 113km – 1 Flug

Flug

Wir starteten den Tag früh, um die 900hm zum Startplatz in möglichst angenehmen Morgentemperaturen hinter uns zu bringen. Gemeinsam mit Lars und Yvonne ging es los. IMG_1806Nadya und Thomas kümmerten sich noch um den Abwasch und wir wollten uns ein Stückchen weiter oben an einem Parkplatz treffen. Wir kamen allerdings zu früh dort an und so beschlossen die beiden, uns später zu folgen. Am Parkplatz entdeckten wir die Supportfahrzeuge von Stephan Haase(USA) und die der beiden Tschechischen Teams. Oben fanden wir einen schönen Startplatz auf einer nach Südosten ausgerichteten Wiese. Allerdings war von den anderen Piloten nichts zu sehen. Kurze Zeit später erreichten uns auch Thomas und Nadya. Thomas hatte seinen Schirm dabei, um uns als Winddummy zu helfen. Vom Startplatz aus war eine Inversion zu erkennen. Selbst IMG_1808die Geier, die ab und zu vorbeiflogen, fanden keine richtige Thermik. Während wir auf das Einsetzen der Thermik warteten, kamen noch zwei weitere Teilnehmer zu uns. Thomas startete gegen 11 Uhr und konnte sich etwas unterhalb des Startplatzes halten. Die Thermik war immer noch nicht stark genug um die Inversion zu durchbrechen. Wir warteten noch eine Weile.

 

IMG_1811Ich wurde immer ungeduldiger und um 12 Uhr startete ich. Wie zuvor bei Thomas konnte ich keine Höhe machen. Allerdings konnte ich jetzt ein wenig besser meine Höhe halten und so flog ich die Ridge entlang in Richtung Osten. Die Bedingungen wurden langsam besser und am Ende der Ridge kam ich der Basis auf 2200m immer näher. Inzwischen kamen mir ein paar andere Piloten hinterher. Ich verschwendete keine Zeit und wagte den ersten Talsprung in Richtung Castejon de Sos, dem nächsten Wendepunkt. Am nächsten Berg fand ich sofort Anschluss und konnte bis IMG_18092400m aufkurbeln. Ein Geier zeigte mir für den nächsten Talsprung eine schöne Linie und mit nur wenigen Metern Luft unter mir mogelte ich mich über den nächsten Bergrücken in eine schöne Thermik. Ich war gut gelaunt, dass ich so schnell vorankam, und mit TP4 in Sichtweite setzte ich zum nächsten Talsprung an. Auf der anderen Seite angekommen fand ich keine Thermik. Meine Höhe reichte aber aus, um den Berg zu überfliegen. Das war ein Fehler. Ich bekam einen Spülgang im Lee und mit Müh und Not kam ich am nächsten Berg mit nur 300m über dem Talboden an. Dort entdeckte ich einen Startplatz mit einigen Piloten und ich beschloss da einzulanden.

 

Am Startplatz sprach mich ein deutscher Pilot an, der schon viele Jahre in Castejon wohnt, und erklärte mir, dass es normalerweise um diese Zeit kein Problem sei, von diesem Startplatz nach oben zu kommen. Um keine Zeit zu verlieren, startete ich gleich wieder und nach einer halben Stunde rumgesuppe konnte ich mich endlich nach oben arbeiten. Ich nahm den Wendepunkt und flog weiter. Die anderen X-Pyr Teilnehmer, die nach mir IMG_1814gestartet waren, hatten mich nun eingeholt und zum Teil schon überholt. Ich traf Yvonne in der Luft und gemeinsam konnten wir beobachten, wie sich vor uns eine große Wolke aufbaute, sich nach Süden ausbreitete und uns den Weg mit viel Schatten und etwas Regen versperrte. Einige der Piloten, die mich überholt hatten, schafften es noch unter der Wolke durch, der eine oder andere wurde aber vom Schatten gefressen und musste landen. Yvonne, Alex Ciuhandu(RO) und ich warteten in den schwachen Thermiken aus den letzten Sonnenflecken im südlichen Hügelland auf Wetterbesserung. Nach einer halben Stunde klarte der Himmel wieder auf und wir flogen weiter. Als nächstes folgte ein großer Talsprung in Richtung Südwestseite des 5. Wendepunkts, dem 2440m hohen Pic de L’Orri. Dort beamte es Alex und mich zusammen mit vielen Geiern in einer riesigen Thermik nach oben. An der Basis angekommen ging es weiter über ein großes flaches und waldiges Gebiet, über dem man Besser nicht ans Landen denkt. Ich erwischte eine Thermik und ab ging es zurück an die Wolkenbasis.

Zwischen uns und dem nächsten Wendepunkt lag ein langes Tal und es gab die Optionen IMG_1816nord- oder südseitig zu fliegen. Über dem Tal waren allerdings dunkle Wolken, welche die südlichen Berge bereits überspülten. Darum wählte ich die nördliche Route, mit der Hoffnung, dass aufziehende Gewitter vielleicht noch nördlich zu umfliegen. Leider wurde daraus nichts und ich landete auf 2200m, da mir die Flugbedingungen zu riskant wurden. Kurze Zeit später landete auch Yvonne. Wir packten unsere Sachen, benachrichtigten unsere Supporter und liefen ein Stück nach unten zu einem Parkplatz, wo wir nicht lange auf die beiden warten mussten.

IMG_1820Die Entscheidung, den Tag an dieser Stelle zu beenden und die hohe Ausgangsposition für einen noch höheren Startplatz am nächsten Tag zu nutzen, stellte sich im Nachhinein leider als Fehler heraus.

 

Video Tag 4:

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