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WM Kolumbien Task 1

Erster Durchgang

Heute wurde vom Taskkomitee, bestehend aus Felix Rodriguez und Julian Colonia ein 88,8 km langer Task ausgeschrieben.

Als wir am Morgen mit unseren Teamfahrzeugen auf den Startplatz fuhren, sah das Wetter ganz typisch für Kolumbien aus. Viele Wolken bestimmten das Bild und es war mit schwachen Bedingungen zu rechnen. Aber im Laufe des Briefings klarte das Wetter auf und pünktlich zur Startfensteröffnung standen schöne Wolken über dem Startplatz und es ging zügig zur Basis. Der erste Teil des Rennens führte nach Norden und der Talsprung über La Union sorgte gleich für eine erste Auflockerung des Feldes. Schnell bildete sich ein Führungspulk mit einer großen Traube Nachzügler. Das Deutsche Team konnte sich dort zunächst gut  positionieren und es ging wieder schnell zurück zu den Antennen über Roldanillo. Dort musste für den Sprung auf die andere Talseite gut Höhe getankt werden, da über dem Flachland noch wenig Wolken zu sehen waren. Auf der anderen Talseite fand sich der Pulk in einer schwachen Thermik wieder, und ich erlaubte mir gleich meinen ersten Patzer, und flog tief alleine weiter in Richtung Zarzal. Glücklicherweise entdeckte ich ein paar Vögel, die in der Thermik stiegen, und ich konnte mich wieder nach oben arbeiten. Allerdings war der erste Pulk schon an mir vorbei und so musste ich die Aufholjagd starten. Nach ein paar starken Thermiken und zwei Wendepunkte weiter, ging es bereits in Richtung des nun noch 25 km entfernten Ziels.

Das Feld hatte sich nun in zwei Pulks aufgeteilt, die sich immer gegenseitig überflogen. Ich befand mich zusammen mit Thorsten, Ulli und Pepe im etwas tieferen Pulk, der sich entschloss, die Route etwas weiter links ins Ziel zu nehmen. Mein Pulk flog etwas zögerlich und ich konnte mich mit ein paar Piloten etwas absetzen. Wir fanden eine Thermik, um die letzte benötigte Höhe vor dem Ziel zu tanken. Im Osten konnten wir die andere Gruppe beobachten, die etwa in gleicher Entfernung zum Ziel, aber gut 500 Meter höher ihren Endanflug startete. Wir drehten noch ein paar Kreise und gingen dann auch in den Endanflug. Leider hatten die anderen schon einen Vorsprung, den wir auch mit einer besseren Linie nicht mehr wett machen konnten. Der erste Teil des rechten Pulks erreichte den Zeitzylinder ca. 2 Minuten vor uns. Als einer der ersten der linken Gruppe kam ich als erster Deutscher als 22. ins Ziel. Gewonnen hat den Durchgang Petr Kostruhn aus Tschechien. Bei den anderen lief es etwas schlechter. Da wir hier mit 25% Streicher fliegen und mit vielen Durchgängen rechnen können, ist das aber kein Grund die Flügel hängen zu lassen.

Ich geh jetzt ins Bett und kurier meine Grippe aus, die ich pünktlich einen Tag vor dem Bewerb bekommen habe.

 

Hasta Luego

Martin

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